Generation Revolte - Der Mai 68 in Europa und seine Folgen

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Ausstellung, Film und Gespräch
18. April - 04. Juni 2018
Universitätsbibliothek Magdeburg
Eröffnungsveranstaltung Mittwoch 18. April 2018, 19:00 Uhr

Die sozialen Proteste des Jahres 1968 sind in vielen Ländern Europas zu einem wichtigen Markstein in der nationalen Geschichte geworden. Die Studentenproteste hatten in den einzelnen Ländern verschiedene Beweggründe und nahmen z. B. in Frankreich und Deutschland einen ganz unterschiedlichen Verlauf und dennoch führten sie in einem gesamteuropäischen Reflex zu einer grundlegenden Neuordnung von Denkweisen und Geisteshaltungen sowie zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Kräfte. Insbesondere die Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland war deutlich vom Impulsgeber Paris beeinflusst.

Frankreich war das einzige Land, in dem die Proteste beinahe die Regierung zu Fall gebracht haben. Ebenso einzigartig in Frankreich war, dass die Studentenbewegung zu einem Arbeiteraufstand geführt hat, der von unten kam und die paternalistische Gewerkschaftsführung ebenso überwältigte wie die konservative Regierung.

In dem Bestreben, die deutschen Ereignisse des Jahres 1968 in einen internationalen Kontext zu stellen, widmen sich das Institut français Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt dem 50. Jahrestag des "Mai 68" mit einer Reihe von Veranstaltungen, die miteinander in Verbindung stehen.

Eine Plakataustellung zum Thema "Mai 68" soll die Eröffnungsveranstaltung der "5. Französischen Filmwoche Sachsen-Anhalt" im April 2018 in Magdeburg  begleiten. Es wird der Dokumentarfilm "Das ist nur der Anfang, der Kampf geht weiter" von 1968/69 gezeigt. Die Regisseurin Claudia von Alemann wird bei der Filmpräsentation anwesend sein, den Film und die damalige Zeit in Paris im Gespräch erläutern. Zudem wird auf dem Podium Dr. Rüdiger Koch vertreten sein, der ebenfalls als Zeitzeuge seine Perspektive auf die Ereignisse des Mai 1968 in der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Im Gespräch werden unter anderem die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Protestbewegungen in Frankreich und Deutschland und die europäische Dimension der Bewegung erörtert werden.

Dokumentarfilm: Das ist nur der Anfang, der Kampf geht weiter

F/D 1968/69  l  R: Claudia von Alemann  l  45 Min.

Mai 1968 in Paris, Frankreich: 8 Millionen Franzosen streiken. Polizisten stürmen die Barrikaden, die Sorbonne wird von den Studierenden besetzt. In gesellschaftlichen Debatten werden die herkömmlichen Institutionen infrage gestellt.

 Welche Rolle spielt dabei der Film? Wie engagieren sich Filmemacher/innen im Rahmen einer neu zu definierenden Kulturpolitik? Und wie werden ihre Forderungen in der filmischen Praxis umgesetzt? Filmstudierende, Schüler/innen, Arbeiter/innen u.a. der Citroën-Werke und auch etablierte Regisseure wie Jean-Luc Godard beteiligten sich in diesem Film an den Debatten und Auseinandersetzungen der im Mai 68 entstandenen Filmkollektive.

Dieser Dokumentarfilm von Claudia von Alemann ist ein einzigartiges Dokument aus dieser Zeit. Sie wird bei der Filmpräsentation anwesend sein und den Film und die damalige Zeit in Paris im anschließenden Gespräch erläutern.

V:  Institut français Sachsen-Anhalt, Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt

Gefördert & unterstützt: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Letzte Änderung: 16.04.2018 - Ansprechpartner:

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