Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Geschichte

Die Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist durch die Zusammenlegung der ehemaligen Bibliotheken der Technischen Universität, der Pädagogischen Hochschule und der Medizinischen Akademie im Jahre 1993 entstanden. Grundlage hierfür waren die Aufhebung der Pädagogischen Hochschule Magdeburg zum 31.03.1993, deren Rechtsnachfolger die Technische Universität wurde sowie die Aufhebung der Medizinischen Akademie Magdeburg zum 02.10.1993 und die Zusammenführung der Medizinischen Akademie mit der Technischen Universität zur Otto-von-Guericke-Universität zum 03. Oktober 1993.

Die Bibliothek der Technischen Universität nahm ihre Arbeit im Gebäude "Am Krökentor 2" als Hochschulbibliothek der Hochschule für Schwermaschinenbau Magdeburg auf. Im November 1953 wurde Herr E. Heinz, der spätere Direktor der Hochschulbibliothek, mit dem Aufbau der Bibliothek beauftragt. Auf vorhandene Buch- oder Zeitschriftenbestände konnte er dabei nicht zurückgreifen, außerdem gab es in der Stadt auch keine Fachbibliothek, die in der Lage gewesen wäre, die Funktion der Hochschulbibliothek zu übernehmen.

Eine der wichtigsten ersten Aufgaben war es, die erforderliche Literatur für die am 03. März 1954 begonnene Grundausbildung der ersten immatrikulierten Studenten zu sichern.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Hochschulbibliothek bezogen sowohl auf den Bestand und die Anzahl der Benutzer als auch auf die Anzahl der Mitarbeiter kontinuierlich. Eine schrittweise Erweiterung der Räume im Gebäude "Am Krökentor 2" ging einher. Mit der Verleihung des Status Technische Hochschule an die Hochschule für Schwermaschinenbau am 10. Mai 1961 gewann auch die Bibliothek weiter an Bedeutung.

Die erste Zweigbibliothek wurde 1969 für den Bereich Maschinenbau eingerichtet. Es folgten die Zweigbibliotheken für die Bereiche Apparate- und Anlagenbau, Gesellschaftswissenschaften, Elektrotechnik/Elektronik und Werkstoffwissenschaften. 1970 wurde die Abteilung wissenschaftliche Information gebildet, 1972 die Patentauslegestelle zur Informationsstelle für Standards ausgebaut.

Probleme ergaben sich für die Hochschulbibliothek Mitte der 70er Jahre. Der Bestand war bis Ende 1976 auf nahezu 170.000 Bde. angewachsen, über 2000 laufende Zeitschriftentitel standen den Nutzern zur Verfügung. Aus Platzmangel wurden Magazine provisorisch auch auf den breiten Fluren eingerichtet. Das führte zu einer hohen Deckenbelastung und zog im Zusammenhang mit Schäden an vergleichbaren Decken in anderen Gebäuden eine Auflage zur schrittweisen Freisetzung der Räume nach sich. Ab Ende 1979 stand die alte Mensa teilweise für die Nutzung durch die Bibliothek zur Verfügung.

Anfang des Jahres 1983 verfügte die Staatliche Bauaufsicht eine Nutzungsänderung für die im Gebäude "Am Krökentor 2" verbliebenen Bibliotheksräume. Damit war der Umzug der dort noch untergebrachten Bereiche der Hochschulbibliothek endgültig festgelegt. Er erfolgte Ende Mai des gleichen Jahres, nachdem in der alten Mensa weitere Räume und im Wohnheim 6 eine halbe Etage bereitgestellt und im Rahmen der Möglichkeiten hergerichtet worden waren.

Im Jahre 1982 gab es erste Überlegungen zum Aufbau einer Polytechnischen Patentbibliothek. Am 20. 09. 1984 wurde sie als Abteilung der Hochschulbibliothek zur Nutzung übergeben.

1987 erhielt die Technische Hochschule Otto-von-Guericke den Status einer Technischen Universität. Damit einher ging eine Änderung des Status der Hochschulbibliothek zur Universitätsbibliothek. Weitere Veränderungen waren damit zunächst nicht verbunden.

Die Medizinische Akademie Magdeburg wurde im Jahre 1954 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt waren in den Kliniken und Instituten teilweise bereits Handbestände an wissenschaftlicher Literatur vorhanden. Mit dem Aufbau einer Lehrbuchsammlung wurde sofort begonnen. Der Aufbau einer zentralen wissenschaftlichen Bibliothek, deren erste Direktorin Frau E. Thiede war, erfolgte ab 1959 im Gebäude des Zentralen Hörsaales.

Im Jahre 1969 wurde die zentrale wissenschaftliche Bibliothek als erste Hochschulbibliothek in der DDR auf der Grundlage eines Kommunalvertrages Medizinische Bezirksbibliothek. Damit war sie verantwortlich für die Literatur- und Informationsversorgung der Einrichtungen des Gesundheitswesens im damaligen Bezirk Magdeburg sowie für die fachliche Anleitung der Beschäftigten in den medizinischen Fachbibliotheken des Territoriums.

Anfang der 70er Jahre wurde in der Zentralen Bibliothek mit dem Aufbau einer Abteilung wissenschaftliche Information begonnen.

1985 erfolgte der Umzug der Bibliothek vom Gebäude des Zentralen Hörsaales in das neue Mensagebäude.

Ein Kooperationsvertrag zur bibliothekarischen Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Akademie und dem Institut für Neurobiologie und Hirnforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR wurde 1987 geschlossen.

Die Geschichte der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule ist in engem Zusammenhang mit der Entwicklung ihrer Trägereinrichtung, die sich aus einem Institut für Lehrerbildung über ein Pädagogisches Institut zu einer Pädagogischen Hochschule entwickelt hat, zu sehen.

Als Gründungsjahr der Bibliothek wurde das Jahr 1963 festgeschrieben. Bei der Hochschulgründung bestand die Bibliothek bereits 10 Jahre als Institutsbibliothek. Aus dieser Bibliothek entwickelte sich schrittweise die Hochschulbibliothek, deren erste Leiterin Frau Schöning war.

Die Hochschulbibliothek befand sich im Lehrgebäude I der Hochschule in der Brandenburger Straße 9. In dem 1920 errichteten Gebäude der ehemaligen Kunst- und Gewerbeschule waren Bibliotheksleitung, Erwerbung und Benutzungseinrichtungen untergebracht. Ein zweiter Benutzungsbereich befand sich im Lehrgebäude II in der Julius-Bremer-Straße 23 (heute Stresemannstraße). Hier befand sich auch eine Mikrofilmstelle.

Mit dem Aufbau einer Abteilung wissenschaftliche Information wurde 1981 begonnen.

Wichtige Veränderungen ergaben sich im Jahre 1985. Im Zuge einer umfassenden Renovierung der Räume wurde die Bibliothek als Freihandbibliothek eingerichtet.

Mit der politischen Wende kamen auch auf die drei Magdeburger Hochschulbibliotheken umfangreiche Veränderungen zu. Einerseits wurde die Anzahl der Mitarbeiter schrittweise reduziert, bestimmten Fragen zum Erhalt des Arbeitsplatzes in nicht unbeträchtlichem Umfang das Denken der Beschäftigten, andererseits wurden die Aufgaben umfangreicher und gestalteten sich teilweise völlig anders als zuvor.

1993 wurde dann die eingangs erwähnte Zusammenführung der drei Magdeburger Hochschulbibliotheken zur Universitätsbibliothek vollzogen. Die Universitätsbibliothek der Technischen Universität wurde Hauptbibliothek, die Hochschulbibliothek der Pädagogischen Hochschule Fakultätsbibliothek für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften und die Zentrale Bibliothek der Medizinischen Akademie Medizinische Zentralbibliothek.

Die Zeit nach der Zusammenlegung der Bibliotheken war vom Baugeschehen und vom weiteren Einsatz der EDV geprägt.

Zuerst wurde zur Unterbringung der Fakultätsbibliothek für Geistes- Sozial- und Erziehungswissenschaften in den Jahren 1993/94 eine Übergangslösung geschaffen. Eine unerläßlich gewordene räumliche Erweiterung der Medizinischen Zentralbibliothek konnte 1994 schrittweise begonnen werden. Von 1995 bis 1997 erfolgte die Rekonstruktion der Hauptbibliothek. Der Neubau der Universitätsbibliothek wurde im Zeitraum 1999 - 2003 errichtet, die offizielle Inbetriebnahme erfolgte am 01.10.2003.

Die Anwendung der EDV hat in den letzten 10 Jahren eine wichtige Rolle gespielt. Der Nachholebedarf auf der einen Seite und die rasche Entwicklung der EDV selbst auf der anderen Seite haben hohe Anforderungen an die Bibliothek gestellt, haben aber auch viele neue Möglichkeiten in ihrer Arbeit erschlossen.

Sehr früh war in Sachsen-Anhalt die Frage eines Bibliotheksverbundes diskutiert worden. Da ein eigener Verbund wenig sinnvoll erschien und wegen fehlender Ressoucen auch nicht zu realisieren war, entschied man sich nach Prüfung möglicher Varianten für einen Anschluß an den Niedersächsischen Verbund.

Nach Umstellung auf die holländische PICA-Software im Verbund Niedersachsen/Sachsen-Anhalt im Jahre1993 wurden schrittweise in Sachsen-Anhalt drei Lokale Bibliothekssysteme aufgebaut, eines davon in Magdeburg.

Seit 1993 arbeiten die Hauptbibliothek und die Medizinische Zentralbibliothek mit dem PICA-System, das im Bibliotheksverbund genutzt wird. Die Fakultätsbibliothek arbeitete zunächst noch mit allegro-C, später wurde ebenfalls auf PICA umgestellt. Schrittweise wurden die einzelnen PICA-Module für alle Bereiche der Universitätsbibliothek eingeführt. Mit der Inbetriebnahme der Ausleihverbuchung in der Fakultätsbibliothek im September 1998 war die Einführung des PICA-Systems abgeschlossen.

Der Verbund hat sich in den wenigen Jahren enorm entwickelt. Nach dem Beitritt Thüringens erfolgte auf der Grundlage eines Verwaltungsabkommens zwischen den beteiligten Ländern der Zusammenschluß mit dem ehemaligen Norddeutschen Verbund, den Ländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Der Verbund erhielt den Namen Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV).

Letzte Änderung: 29.06.2017 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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